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Lichtmaschinenkugellager

(Idee: Jens Bjerregård, 2008)

Die Lichtmaschine der Nimbus ist leider etwas zu wenig gegen aus dem Nockenwellengehäuse zurücklaufendes Öl geschützt. Im Original wurden zu Ihrer Bauzeit lediglich offene Kugellager verbaut. Aus dem Nockenwellengehäuse zurücklaufendes Öl sollte normalerweise über das Rücklaufrohr an der linken Lichtmaschinenseite in die Ölwanne zurückgeführt werden. Dieses funktioniert jedoch nicht immer restlos.

Manch ein Tropfen suchte sich den Weg durch die zwei Kugellager und sollte dann durch die unterhalb der Lager angebrachte Schleuderscheibe gegen den Gehäusehals gespritzt werden um in dessen umlaufenden Kanal zusammenzulaufen und durch die nach vorn weisende Bohrung im Lichtmaschinenhals auszutreten.

Diese Technik allein reicht jedoch, wie die Erfahrung zeigt, allein nicht aus. Verölte Statoren und Lichtmaschinenkohlen gehörten viele Jahre lang zu den ärgerlichen Erscheinungen bei fast jeder Nimbus. Die ersten Abhilfemaßnahmen waren das Verbauen eines geschlossen Kugellagers, welches einen Großteil des Öls zurückhielt. Da Kugellager aber, im Gegensatz zum Aluminium des Lichtmaschinengehäuses, aus sich weniger ausdehnendem Material hergestellt werden und die oberen Lager der Lichtmaschinen sich selten fest eingepresst lassen sucht sich das Öl den Weg zwischen Gehäusewandung und äußerer Lagerschale zu den Kohlen. Dieses Problem lässt sich nun auf zweierlei Weise beheben.

Einerseits können die Lager mittels einer ölresistenter Dichtungsmasse (Hylomar, Dirko o.ä.) gegen die Gehäusewandung abgedichtet werden.

Eine andere, sauberere Möglichkeit die von Jens Bjerregård ersonnen wurde, ist das Einbringen einer Nut in den oberen Teil der äußere Lagerschale des oberen, geschlossenen Kugellagers in welche ein 1,5 mm O-Ring eingelegt wird. Dieser dichtet nun zuverlässig gegen den Lichtmaschinenhals. Wer nicht in der Lage ist eine solche Nut in ein Lager zu fräsen kann sich dieses alternativ im Fachhandel bestellen. Die Bezeichnung hierfür ist z.B. bei SKF „6201 2ZNR“ (Rillenkugellager, einreihig, mit Ringnut im Außenring, Deckscheiben auf beiden Seiten). Nun fehlt noch der entsprechende O-Ring mit 30 mm Durchmesser und 1,5 mm Schnurstärke. Ein vorhandener Ring mit größerem Durchmesser lässt sich aufschneiden und gekürzt mit Sekundenkleber wieder gut zusammenfügen.

Auch wenn es ausreichen würde das obere der zwei Kugellager in geschlossener Bauweise zu wählen empfielt es sich wegen des entstehenden Abriebs der Kohlen und der nun nicht erfolgenden Schmierung des unteren Lagers auch das untere Lager, hier jedoch ausreichend eines ohne Nut, in geschlossener Bauform zu bevorzugen.

(Quelle: Nimbus - vedligeholdelse, 2. Ausgabe, 2008, Autor: Knud Jørgensen)

hauptseite/technik/baugruppen/elektrik/lichtmaschinenkugellager.txt · Zuletzt geändert: 02.05.2016 15:43 von Wolfgang Hense

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