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Unterbrecherkontakteinstelldose

Aus dem vollen . . .

Unterbrecherkontakteinstelldose . . . Material wurde dieses Hilfswerkzeug zur Unter­brecher­kontakt­ein­stellung gedreht.

Danke an unseren nord­deutschen Dauer­fahrern Peter und Gerd für die An­regung.

Zu den routinemäßigen Wartungsarbeiten am NIMBUS-Motor gehört der Bereich der Zündeinrichtung (siehe Nimbus Reparatur- und Wartungshandbuch Kapitel 2/12-3 Zündsystem Seiten 2-29 und 2-30).

Unterbrecherkontakteinstelldose Hiernach sollte jeder NIMBUS-Freund regelmäßig die fünf Kontakte an der Zündspule (auch den dicken Stift), Verteilerfinger und den Unterbrecherkontakt auf Sauberkeit, Korrosion und Abbrand prüfen und ggf. wieder metallisch blank feilen / schmirgeln. Sollte die Verteilerschale (Fordelerskaal 8175, Plan 5D) schon im Nockenwellengehäuse kippeln ist es dringend empfehlenswert vorher die Passung durch leichtes Heraustreiben des Bleches an allen drei originalen Klemmstellen (1) wieder herzustellen. Nach der Reinigung ist der Unterbrecherkontakt neu einzustellen. Dieses ist eine der wenigen umständlichen Arbeiten während der Wartungsarbeiten an unserer NIMBUS. Wer sich das Kontakteinstellen sehr erleichtern möchte, für den lohnt es, sich ein solches Hilfswerkzeug zu drehen oder drehen zu lassen.

Die Bastelanleitung:

Das benötigte Material besorgte mir vom ortsansässigen Schrottplatz. Dort erwarb ich ein 1,5 kg Reststück 11 cmØ Aluminium-Rundmaterial und ein Stück Messing Rundmaterial. Auf der Drehbank wurde nun aus dem Aluminium die Hilfsaufnahmedose gedreht, so dass die Schale im oberen Bereich, wie im Nockenwellengehäuse, möglichst spielfrei hineinpasst. In der Bodenmitte der Hilfsdose wurde eine Bohrung zur Befestigung Messingbolzen eingebracht.

Afbryderfirkant Die Konstruktionszeichnung der Schaltnocke (Afbryderfirkant 7400 Plan 5C) gibt 17 mm als größten Durchmesser an. Auf Nachfrage teilte mir Niels Nielsen mit, dass das Originalmaß des Vierkants 15 mm sei. Daraufhin wurde der Messingbolzen auf 17 mm abgedreht und mit einem Gewinde zur Befestigung im Dosenboden versehen. Afbryderfirkant

Nun wurde der Bolzen auf einer Seite um eine Tiefe von 1 mm abgeflacht [17 mm - (1 mm je Seite) = 15 mm]. Dieses sollte zur Kontrolle der geschlossenen Einstellung des Kontaktes dienen. Dies funktionierte aber wegen der Nutzung eines nicht mehr ganz neuen Unterbrecherkontaktes nicht. Auch eine zweite Fläche von 0,9 mm Tiefe brachte keine Einstellmöglichkeit des geschlossenen Kontaktes. Die Begründung hierzu ist recht einfach.

Kontaktverschleiss Kontakt Verschleiß am Unterbrecherkontakt finden wir durch Abbrand an den Kontaktflächen (siehe links), welcher meist auf einen defekten Kondensator zurückzuführen ist, und am auf der Schaltnocke schleifenden, den Kontaktarm bewegenden, Gleitplättchen. Wird nun im Laufe seines Gebrauchs dieses Kunststoffplättchen abgetragen verringert sich auch der Kontaktabstand im Betrieb. Somit kann das Maß von 15 mmØ nur für einen fabrikneuen Unterbrecherkontakt angenommen werden.

Da es nicht möglich ist für jeden Verschleißzustand die entsprechende Fläche anzufräsen reicht das Originalmaß von 1 mm auf einer Seite. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit zu prüfen ob die zwei Kontaktflächen im geschlossenen Zustand plan aufeinander liegen.

Zum Einstellen des Kontaktes die Verteilerschale in die Dose stecken und so drehen dass der Unterbrecherkontakt komplett öffnet. Nun mittels Fühlerlehre 0,7 mm Kontaktabstand einstellen. Das Schließen des Kontaktes durch Weiterdrehen auf eine ausgefräste Fläche prüfen. Zur Verschleißminderung sollte noch ein kleiner Tropfen Öl auf die Welle (2) gegeben werden. Beim Einbauen ist die Nocke noch mit etwas Wälzlager- oder anderem Mehrzweckfett auf der Gleitfläche zu versehen.

Viel Spaß beim Nachbauen

hauptseite/technik/baugruppen/diverses/einstelldose.txt · Zuletzt geändert: 26.04.2016 23:19 von Wolfgang Hense

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