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Vier-Gang-Getriebe

Idee und Test

Aus einer Idee von John Carlsen (ehem. JCNimbus Kopenhagen) beim DNT-Nimbustreffen 1989 in Jægerspris wurden nach über zehnjähriger Planung von John in Zusammenarbeit mit Lars Nielsson bei der Folan maskinfabrik in Schweden die ersten Zahnradsätze einer Kleinserie für den Getriebeumbau auf vier Gänge gefertigt. Neben einem einzigen Exemplar mit Rückwärtsgang wurden unterschiedliche Zahnradpaarung für Solo- und Gespannbetrieb hergestellt. Die wohl größte längste Testfahrt dieser Entwicklung machten die beiden Norweger Tormod Amlien und Klaus Ulvestad. Die zwei Nimbusse der Nordmänner wurden vor ihrer 75000 Kilometer langen Weltumrundungstour (siehe KCCD bei Youtube.com) mit Vierganggetrieben ausgerüstet. Als Zahnradkombination wurde für den vierten Gang eine Übersetzung gewählt die einem Getriebe mit Overdrive entspricht. Es wurde beabsichtigt auf langen Geraden zwar nicht mehr Kraft und Geschwindigkeit zu erreichen sondern lediglich die Drehzahl um ca. 1000 Umdrehungen zu reduzieren um den Motor zu schonen.

Funktionsweise

Bilder vom 4-Gang-Getriebe

Kontruktionszeichnung

In der Welle (1) wird der Stift (4) durch das Schalten verschoben. In den Löcher (2) liegen pro Zahnrad drei Kugeln welche durch das dickere Stiftende nach außen gedrückt werden. Das in Position der Löcher angeordnete Zahnrad besitzt Einbuchtungen (3) zur teilweisen Aufnahme der Kugeln. Das Herausdrücken der Kugeln fixiert so das Zahnrad gegen die Welle und wird angetrieben.

Übersetzung:

Das 4-Gang-Getriebe wird wie folgt übersetzt:

Gang Zähne Übersetzung
1. Gang 39 : 16 Z 1 : 2,44
2. Gang 35 : 22 Z 1 : 1,59
3. Gang 30 : 27 Z 1 : 1,11
4. Gang 26 : 32 Z 1 : 0,81

Probleme:

Die Norweger hatten nur geringe Probleme mit den Getrieben. Eine Schwachstelle bildete lediglich die Härte der Kugeln und des Stiftes. Hier ist beabsichtigt eine geändert gehärtete Welle und eventuell Keramikkugel zu verwenden.

Technische Umbauten:

Das Getriebegehäuse muss durch geringfügiges Ausfräsen auf den Innenseiten auf die Baulänge der Zahnrad/Welleneinsätze vergrößert werden. Zusätzlich muss die Fußschaltung wegen der kürzeren Schaltwege modifiziert werden.

Zukunft:

Derzeit ist keine Neuauflage einer weiteren Serie dieses Zahnradsatzes geplant.

Preis:

Auch eine zukünftige Produktion samt Nebenarbeiten am vorhandenen Getriebe und der Fußschaltung wird in Dänemark kaum unter 2500 Euro zu bekommen sein.

Stand 07.11.2017

Artikel von Knud Jørgensen aus Nimbus-Tidene Nr.172 / Juni 2013 download (klick)

hauptseite/technik/baugruppen/antrieb/getriebe/vierganggetriebe.txt · Zuletzt geändert: 07.11.2017 16:07 von Wolfgang Hense

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