Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


hauptseite:technik:baugruppen:vorderrad

Vorderrad

Das Vorderrad besteht aus:

Entwicklung

Aufgrund unterschiedlicher Vorderradgabeln und dementsprechend geänderten Aufhängungen wurden an der Nimbus zwei verschiedenen Radnaben auf einheitlichen Felgen verbaut. Während es sich bei dem bis 1939 verbauten Vorderrad um eine Version mit angeflaschter 150 mm Bremstrommel handelte wurde mit Umstellung auf die Vorderradgabel ´39 auf Vorderräder mit 180 mm Vollnabenbremse umgestellt. Diese Umstellung war dringend notwendig den die erste Bremse war lediglich mit einer Bremsbacke ausgestattet und brachte daher eine sehr dürftige Verzögerungswirkung. Heutzutage bekommt man daher mit einer mit der ersten Bremse ausgestatteten Nimbus schon leichte Schwierigkeiten bei der Vollabnahme.

Reifen, Felge und Speichen

Versatz Vorderrad

Die Nimbus wurde während des gesamten Produktionszeitraumes mit mit einer einheitlichen Felge von 3,0 X 19″ ausgeliefert. Lediglich im Zeitraum 1938 – 45 wurden sogenannte Sicherheitsfelgen verwendet, die gegenüber der Ventilbohrung mit fünf Sicken versehen waren. Nach geänderter Norm entspricht diese Felgengröße nun umgerechnet 1,85 X 19″. Das Vorderrad des Sport-Modells wurde mit einer 3,25 x 19″ Bereifung mit Längsrillenprofil (z.B. Avon Speedmaster AM 6 MkII (front)) ausgestattet während die anderen Modelle einen Reifen der Größe 3,5 X 19″ erhielten. Hier wurde eher auf ein Blockprofil gesetzt. Alle Felgen waren für 40 Speichen gebohrt. Die Länge der Speichen wurde wegen der unterschiedlichen Naben vier mal verändert, die Speichendicke betrug jedoch einheitlich 3,65 mm. Heute werden häufig Edelstahlspeichen eingezogen.

Die Abbildung rechts zeigt den Versatz beim Einspechen des Vorderrades mit 150 mm Bremstrommel (A / 62 mm von der Außenkante der Bremstrommel bis zur Speichenmitte) und bei der Vollnabenbremse mit 180 mm (B / 32 mm ebenfalls von der Bremstrommelkante bis zur Speichenmitte gemessen).

Anleitung zum Einspeichen.

Weiter zu einer nimbusüblichen Reifenauswahl.

Radnabe

Bremse

Bowdenzug

Ausführliche Informationen zu den Bowdenzügen.

Befestigung

Während bei den ersten zwei Gabelausführungen das Vorderrad beidseitig mit Hutmuttern befestigt wird und die Parallelität der Gabelrohre durch Distanzscheiben einzustellen ist wird bei der Montage des Vorderrades bei der dritten und vierten Gabelvariante nach dem noch heute bei moderneren Maschinen üblichem System der Achsklemmung verfahren.

  1. Schiebe die Achse etwas durch das linke Gabelrohr und stecke die Staubschutzkappe auf die Achse
  2. Führe nun die Achse weiter durch die Vorderradnabe und das rechte Gabelrohr
  3. Schraube die Hutmutter auf das Gewindeende der Achse und ziehe die Mutter fest
  4. Montiere Bremsbowdenzug und Tachowelle
  5. Nimm die Nimbus vom Ständer und setze dich auf die Maschine
  6. Halte den Vorderradbremshebel gezogen und wippe mit dem Oberkörper mehrmals nach vorn um die Gabel einfedern zu lassen. Hierdurch richten sich die Gabelrohre parallel aus
  7. Stelle die Nimbus wieder auf den Hauptständer und ziehe die Klemmschraube unter dem linken Gabelrohr mittels Mutter fest. Die Querbohrung in der Vorderachse schließt nun etwa mit der Außenseite des Gabelrohrfußes ab.
hauptseite/technik/baugruppen/vorderrad.txt · Zuletzt geändert: 31.10.2020 14:05 von Wolfgang Hense

Seiten-Werkzeuge