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Nockenwellengehäuse

Bauteilbeschreibung

Das Nockenwellengehäuse der Nimbus ist aus Aluminium gegossen und steht auf zwei Füßen welche jeweils mit zwei Schrauben auf dem vorderen und hinteren Ende des Motorblocks ruhen und befestigt sind. Es dient der Aufnahme der von zwei Bronzelagern geführten Nockenwelle und den acht seitlich aus dem Gehäuse ragenden Kipphebelböcken(D). Der vordere Gehäuseteil ist größere ausgelegt da er die Verteilerdose aufnimmt. Im vorderen unteren Bereich dient ein Flansch zur Aufnahme des Lichtmaschinenhalses sowie an der linken Gehäuseseite ein weiterer Flansch zur Anbringung des Ölrücklaufrohres.

Nockenwellengehäuse

Nockenwellengehäuse 1301-2050

Das Nockenwellengehäuse der ersten Serie ist vor allem durch die nicht durchgehende Auflagefläche der Füße markant. Im Bereich der Nockenwelle sind mehrere Stege eingegossen welche die Funktionen von Ölbäder bilden in die, während des Betriebs, die Nockenwelle eintaucht um entsprechend einer Tauchschmierung mit Öl geschmiert zu werden. Die Ölversorgung und Schmierung der Nockenwellenlager erfolgt über eine, mittels zweier M4-Zylinderschrauben, im oberen Gehäusebereich befestigten Ölleitung aus 6mm-Kupferrohr. Nach der Versorgung des hinteren Lagers läuft das Öl über die verschiedenen Ölbäder nach vorn bevor es das Nockenwellengehäuse auf der linken Gehäuseseite durch eine rechteckige Öffnung in das Ölrücklaufrohr verläßt. Im vorderen Gehäusebereich unter der Verteilerdose dient eine Markierung als Hilfe zur Einstellung des Zündzeitpunktes. Die Masseverbindung der Verteilerschale zum Nockenwellengehäuse erfolgt über eine im oberen, linken Berech des vorderen Gehäuseteils eingedrehte Rändelschraube.

Nockenwellengehäuse 2051 - 7500

Wie Nockenwellengehäuse 1301-2050 jedoch auf Grund der Änderung der Verteilerschale jetzt mit Skala an der Stelle die vorher zur Masse-verbindung mit der Verteilerschale diente. Die Markierung vorn unterhalb der Verteilerschale verblieb, verlor aber durch die Änderung an Bedeutung. Die Gehäusefüße waren nun durchgängig und die Öffnung für den Ölrücklauf trapezförmig ausgebildet.

Nockenwellengehäuse 7501 - 13572 (14015)

Das Schmiersystem im Nockenwellengehäuse wurde von Tauch- auf Druckumlaufschmierung umgestellt. Hierzu wurde die Ölleitung nun durch zwei Böcke mittig unter dem Nockenwellengehäusedeckel geführt und feine Bohrungen bei jeden Nockenpaar pro Zylinder sowie für das vordere Zahnrad eingebracht. Die Halteschrauben des Ölrohres entfielen und wurden durch Messingstift ersetzt. Die Schmierung der mit einer Schmierbohrung und -nut versehenen Bronzelager erfolgte wie zuvor. Die Stege für die Bildung eines Ölsumpfes entfielen ebenfalls.

Nockenwellengehäuse 13573 - 14015

Auf der linken Nockenwellengehäuseseite wurden knapp unter der Oberkante vorn und hinten M4-Gewindelöcher zur Befestigung des Kabelbaums gesetzt.

Montage und Reparatur

Der hintere Fuß des Nockenwellengehäuses ist die Schwachstelle dieses Bauteils. Bei unsachgemäßer Montage und zu geringem Zahnradspiel kommt es häufig zu Rissen im Material und daraus resutlierendem Abriss des hinteren Gehäusefußes. Daher sollte bei der Montage tunlichst darauf geachtet werden erst die vorderen Befestigungsschrauben festzuziehen.

Tipp:

Sollte es dennoch einmal zu einem Abriss eines Nockenwellenfusses kommen ist es möglich diesen wieder anschweißen zu lassen. Hier kann ich hier gern weiterhelfen.

Reparatur Nockenwellengehäuse Geschweißter Fuss und unbearbeiteter Fuss Bild unten rechts

Unsinn von Beilagblechen unter den Gehäusefüßen

Häufig trifft man auf Nockenwellengehäuse unter dren Füßen Beilagbleche gelegt worden sind. Diese Notlösungen sind auf weit eingeschliffene Ventilsitze zurückzuführen. Durch das tiefe Einschleifen ragen die Ventile weiter aus dem Zylinderkopf bzw. den Ventilführungen heraus was zu einem geringeren Spiel zwischen Ventileinstellschraube und Ventil führt. Häufig reichte das vorhandene Spiel dann jedoch nicht mehr für ein ordnungsgemäßes Einstellen der Ventilspiele aus sodass man sich mit diesen Beilagblechen behalf. Es wurde dabei jedoch nicht bedacht dass man im gleichen Moment das Zahnradspiel zwischen Lichtmaschine und Nockenwelle vergrößert und die Auftrefffläche der Ventileinstellschrauben auf den Ventilen nach innen verlagert was wiederum zu schneller ausgeschlagenen Ventilschäften führt. Die sinnvollere Alternative ist hier das Kürzen der Ventile zur Erreichung eines ordentlichen Ventilspiels.

hauptseite/technik/baugruppen/motor/nockenwellengehaeuse.txt · Zuletzt geändert: 12.05.2020 18:59 von Wolfgang Hense

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