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Motoröl

Entwicklung

Zuzeiten der Produktion des Nimbus-Motorrades wurden nur unlegierte Einbereichs-Motoröle angeboten. Das Schmiersystem ist, wie zu damaliger unbekannt, nicht mit einer Feinstfiltermöglichkeit ausgestattet. So ist es wichtig das Schmutzpartikel, welche nicht durch den Maschenfilter zurückgehalten werden, sich auf dem Ölwannenboden absetzten. Heute übliche Mehrbereichsöle enthalten Additive die für unsere Motoren ungünstige Auswirkungen haben. Dazu gehören:

  1. eine motorreinigende Wirkung
    wobei Ablagerungen von z.B. Verbrennungskohlerückständen erwünscht sind
  2. eine schwebstoffbindende Wirkung
    sodass diese Verschmutzungen, da kein Feinstfilter (Papierfilter) sondern lediglich ein grobmaschiger Drahtfilter vorhanden ist, ständig umgewälzt werden und dadurch verschleißfördernd wirken
  3. eine aggressive Wirkung auf Dichtmaterialien
    z.B. auf verwendete Gummidichtungen
  4. eine zusätzlich reibmindernde Wirkung
    die z.B. bei verölten Kupplungsbelägen nicht mehr zu entfernen ist.

Auswahl

Die Firma Fisker & Nielsen gab zu Produktionszeiten folgende Öl-Empfehlungen:

  • Einfahren: SAE 20
  • Sommerbetrieb: SAE 30
  • Winterbetrieb: SAE 20
  • verschlissener Motor: SAE 40

Füllmenge

Die normale Ölfüllmenge eines Nimbus-Motors beträgt 1,5 Liter. Diese Menge kann, um bis zum max. Füllstrich aufzufüllen auf 2 Liter erhöht werden.

Wichtig

Diese Füllmenge empfielt sich jedoch nur wenn die Nimbus nicht vorwärts auf einen Anhänger oder anderes Fahrzeug verladen werden soll da sonst die Gefahr von in das Kupplungsgehäuse eindringenden Öls besteht. Beim Rückwärtsladen wird diese Gefahr ausgeschlossen da sich das Öl dabei unter der Lichtmaschine sammelt.

Ölwechsel

Die werksseitig empfohlenen Einfahr-Ölwechselintervalle betragen bei überholtem oder neuem Motor

nach 300 km
weiteren 700 km
weiteren 1000 km

anschließend normale Ölwechselintervalle.

alle 1000 km

Tipp

Unter Berücksichtigung der o.a. Eigenschaften moderner Motoröle sollte der Nimbus-Fahrer auf Einbereichsöle zurückgreifen. Das wohl bekannteste darunter ist CASTROL CLASSIC XL (SAE) 30. Jedoch auch diesem Öl schmierungsverbessernde Additive zugesetzt sodass einige, eine Nasskupplung fahrende, Oldtimerfreunde von diesem Öl abraten. Sofern beim nächsten Autoteilehändler SAE 30 nicht erhältlich ist, sind auch einfache SAE 30-Rasenmäheröle aus dem Baumarkt modernen Ölen vorzuziehen. Eine richtig gute Lösung ist jedoch das unlegierte Öl der Firma Wagner welches Mitglieder der IG Nimbus-Freunde auch noch zu einem Sonderpreis bekommen. Zusätzlich liegt der Preis weit unter dem des Castrol-Öls.

hauptseite/technik/baugruppen/motor/motoroel.txt · Zuletzt geändert: 25.05.2016 23:31 von Wolfgang Hense

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