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Vergaserkolben und Düsennadeln





Vergaserkolben

bis Nr. 8500




Bis Nr. 8500 wurde eine frei in einer Aufnahme hängende, konische Düsennadel verwendet. Diese Nadeln hatten drei Nuten zu Einhängen der Haltescheibe.







ab Nr. 5001



Erstmals ab 1950 (Nr. 8501) bestand die Möglichkeit die bisher recht lose aufgehängte Düsennadel feiner zu justieren. Hierzu veränderte man die Aufnahme in Hauptkolben so das nunmehr mit einer Scheibe feinjustiert werden konnte. Der Hauptkolben bekam zusätzlich eine vertikale Nut in der eine von der Seite durch das Gehäuse gedrehte Schraube die senkrechte Führung des Hauptkolbens vorgab. Während die vorherigen Nadeln durch die lose Aufhängung nie ganz berührungslos arbeiteten hatte man nun eine wesentlich verschleißfreiere Version erdacht.







ab 11301

Noch präzisere Einstellung ermöglichte der Vergaserkolben ab Nr. 9201. Hier wurde ein zusätzlicher kleinerer Kolben, in welchen die Düsennadel gepresst wurde, verwendet. Der kleinere Kolben konnte ebenfalls, mittels einer von unten in den Hauptkolben zu schraubenden Schlitzschraube, in der Höhe feinjustiert werden. Ab Nr. 9631 bekam die Düsennadel zu dieser Vergaserkolbenvariante einen einseitigen Facettenschliff. Der Facettenschliff muss parallel der dem Einlass abgewandten Seite, also entlang des Motorblocks, positioniert sein um die durch den Schliff beabsichtigte Venuri-Wirkung erzielen zu können.



Grundeinstellungen

Die Standardeinstellung für die Drei-Nut-Düsennadel ist die mittlere Nut. Sollte die Einstellmöglichkeit mittels Gemischregulierschraube nicht ausreichen kann die Düsennadel höher (fetteres Gemisch) oder niedriger (magereres Gemisch) eingehängt werden.

Für die Variante mit einstellbarem Düsennadelkolben sollte der Kolben einen Millimeter (1,5 Schraubenumdrehungen) innerhalb des Hauptkolbens positioniert sein. Ist die Einstellmöglichkeit nicht ausreichend muss die Position der Düsennadel innerhalb des Kolbens verändert werden. Die Standardeinstellung ist 28,5 - 30 mm vom äußeren Kolbenboden gemessen. Unkritisch ist das Drücken der Nadel zum Verlängern aus dem Kolben heraus (das Gemisch wird magerer). Das Verkürzen der Nadel sollte möglichst unter Zufuhr von Wärme an den Kolben geschehen da sich die Düsennadel andernfalls verbiegen könnte. Eine Gratbildung ist unbedingt zu vermeiden.

Instandsetzung

Mangels Luftfilter sind manche Vergaser und ihre Kolben sehr durch Schmutz verschlissen sodass die Kolben kippeln. Hier ist eine ordentlich Einstellung des Gemisches schwierig. Heute werden Vergasergehäuse in Dänemark für einen größeren Kolben ausgebohrt oder man setzt in diese Bohrung eine Buchse um mit dem Originalmass weiterzufahren.

Wichtig ist ebenfalls eine gut schließenden Gummihut (5B/8589) für den Bowdenzugzugang auf dem Vergaser zu haben da andernfalls Nebenluft angesogen werden kann.

Hinweis

Düsennadeln sollten immer zusammen mit der Nadeldüse ausgetauscht werden.

hauptseite/technik/baugruppen/kraftstoffsystem/duesennadel.txt · Zuletzt geändert: 10.04.2021 22:54 von Wolfgang Hense

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