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Tachometerantrieb/ -welle

Entwicklung

Tachometerantrieb

Bedingt durch unterschiedliche Vorderräder und geänderte Gabeln waren auch unterschiedliche Tachometerantriebe und entsprechend geänderte Tachwellen notwendig. Die Vorgaben für die Übersetzung des Tachoantriebes mussten vom Hersteller der Tachometer übernommen werden.

Die erste Version, bis Nr. 2050, des Tachoantriebes war in einem lackierten Gussgehäuse verbaut. Der Antrieb erfolgte über ein 36 zähniges Tellerrad und ein 12 zähniges Kegelrad. Hieraus ergab sich ein Übersetzungsverhältnis von 1 : 3, bzw. W = 1,5. Die Gewinde der die Kegelradwelle führende Buchse waren M18 x 1,5 gehäuseseitig und M 17 x 1,5 für den Tachowellenanschluss. Vereinzelt gibt es im Ersatzteilhandel Buchsen beidseitig M 18 x 1,5 um Tachwellen von Nachfolgemodelle nutzen zu können.

Die zweite Version, bis Nr. 2900, unterschied sich von der Ersten lediglich durch einen zusätzlich im Gehäuse eingebrachten Schmiernippel welche die Schmierung der Kegelradwelle vereinfachte.

So wurde vom Produktionsbeginn bis zur Nr. 2647 im Jahre 1937 eine Übersetzung von 1 : 3, W = 1,5 verbaut. Ab Nr. 2648 wurde diese dann in eine Übersetzung von 1 : 2, W = 1,0 geändert.

Tachowelle

Passend zu den verbauten Tachometern und entsprechend der verbauten Vorderradgabe gab es unterschiedlich lange Tachowellen. Am oberen Ende befanden sich grundsätzlich Rändelmuttern während am unteren Ende bei den VDO-Tachos Rändelmuttern und beim Smith-Tachometer eine Sechskant-Überwurfmutter zum Einsatz kamen.

Einbau ab - bis Nr. E-Teil-Nr Position Hersteller Länge Hülle Gewinde Länge Seele
1301 - 7246 7753 im Lenker VDO 650 mm 2 x 18×1,5 Rändel 660 mm
7247 - 9500 9329 neben Scheinwerfer Smiths 725 mm 12×26/1” Rändel - 12,7×26/1” 15er Sechskant 752 mm
9501 - 14015 9903 im Scheinwerfer VDO 725 mm 2 x 18×1,5 Rändel 735 mm

Wichtig

Grundsätzlich darf eine Tachowelle nicht mit dem Vorderradbremszug zusammengebunden oder andersweitig mit Kabelbindern fixiert sein. Dieses kann zu dauerhafter Beschädigung der Tachoseele führen. Auch ist immer darauf zu achten das bei einem auf dem Hauptständer stehenden Motorrad mit komplett ausgefederter Vorderradgabel die Tachowelle niemals unter Zugspannung steht. Sie ist dann zu kurz.

hauptseite/technik/baugruppen/instrumente/tachometerantrieb.txt · Zuletzt geändert: 17.04.2021 01:39 von Wolfgang Hense

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