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Scheinwerfer

Entwicklung

Bedingt durch die unterschiedlichen Gabeln und deren Möglichkeiten der Befestigung von Scheinwerfern wurden Größe, Befestigung und Hersteller im Laufe der Bauzeit mehrfach geändert. Während für die Scheinwerfer der erste bis dritten Gabelvariante eine Einpunktbefestigung auf der unteren Gabelbrücke vorhanden war wurden die Scheinwerfer für die vierte Gabelvariante mittels zweier Halter an die Gabelrohren geklemmt. Auch gab es Scheinwerfer mit eingelassenem Tachometer.

Scheinwerfer 1301 - 3000

Die ersten Nimbus C wurden von Nr. 1301 bis 3000 mit Scheinwerfern aus der Produktion der Fa. Hermann Riemann in Chemnitz ausgestattet welche mit einer Befestigungsschraube auf der unteren Gabelbrücke montiert waren. Die Streuscheibe war nach außen gewölbt und hatte senkrechte Streifen. Die verwendeten Leuchtmittelstärken betrugen 10-15 Watt für die Bilux-Leuchte und 3 Watt für das Standlicht. Die Nutzung dieser geringen Leistung der Scheinwerferleuchte ist auf die ebenfalls geringe Leistung der Drehstromlichtmaschine zurückzuführen.

Scheinwerfer 3001 - 7064

Auch das Folgemodell ab Nr. 3001 - 7064 wurde vom deutschen Hersteller Riemann gefertigt und ebenfalls mittels unterer Einpunktaufnahme befestigt. Dieses Modell hatte eine senkrecht gestreifte Streuscheibe und einen Reflektor, welcher durch eine Faltung zwei unterschiedliche Krümmungen hat. Die Glühlampe verbrauchte nun 35/25 W und die Parkleuchte 3 W.

Scheinwerfer 7065 - 7500

Ab 1947, Nr. 7065 wurden englische Lucas „DU 42“ Scheinwerfer verbaut. Diese wurden ebenfalls auf der unteren Seite mit einer Mutter befestigt. Ab 1949 wurden bei Beschädigungen der in den Jahren zuvor verbauten Riemann- und Lucas-Scheinwerfer Hella- Scheinwerfer mit unterer Aufnahme als Ersatz genutzt.

Lucas MU 42

Scheinwerfer 7501 - 8000

Die in 1948 eingeführte „hohe Gabel“ zwang zu einer geänderten Befestigung der Scheinwerfer. Diese wurden nun mittels zweier Schellen an den Gabelrohren in Höhe des Kronenrohres befestigt. Hier verwendete man bei den ersten 500 Nimbussen englische Lucas „MU 42“ 6”-Scheinwerfer mit Seitenverschraubung.

Scheinwerfer 8001 - 9500

Im Jahr 1949, ab Nr. 8001, wurden Hella-Scheinwerfer ohne Tachometerloch verbaut.

Scheinwerfer 9501 - 14015

Im Laufe des Jahres 1950 fand der letzte Wechsel des Scheinwerfermodels statt. Ab der Nr. 9501 wurden nun Hella Scheinwerfer (7“) mit Seitenbefestigung und Tachometeraussparung verbaut.
Im Schadensfall kann dessen Glas mit Reflektor durch den Hella-Reflektor mit Standlicht Nr. 1A6002395-191 ersetzt werden. Diese Streuscheibe ist für H4-Licht konstruiert und für ein Leuchtmittel mit P43t-Sockel vorgesehen. Dieses wiederum ist auch in 35/35W Ausführung erhältlich.

Militärmodell

Alle mit „hoher Gabel“ produzierten Militärmodelle waren mit einem 4¾” (120 mm) Lucas-Scheinwerfer oder dem Bosch-Scheinwerfer FKF STD 123-609.1-2 ausgerüstet. Diese Verwendung bedingte für den gesamten Produktionszeitraum dass der Tachometer des ebenfalls britischen Herstellers SMITHS immer am oberen, rechten Gabelrohr befestigt wurde.

hauptseite/technik/baugruppen/elektrik/scheinwerfer.txt · Zuletzt geändert: 15.04.2019 15:36 von Wolfgang Hense

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