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Lichtschalter / Zündschloss

Entwicklung

Bei der NIMBUS wurden der Lichtschalter, das Zündschloss und ab Nr. 7501 auch die Ladekontrollleuchte in einem Gehäuse verbaut. Der Lichtschalter arbeitet nach dem Walzenprinzip und besitzt vier Stufen welche durch das Drehen des linken Lenkergriffs stufenweise geschaltet werden. Die Rastung erfolgt durch eine Kugel/Feder-Kombination auf den Lenkergriff.

Kennzeichnung

Schalter

Zum leichteren Anschluss sind die Kontakte des Schalters neben den Anschlüssen im Gehäuse erhaben mit den gekennzeichnet. Diese Kennzeichnungen befinden sich auch eingeschlagen in den Messinganschlussstücken des Kabelbaumes. Durch verschiedene Ladeanzeigen und Schalter wurden unterschiedliche Belegungen notwendig.

Schlüssellochblende oben alt - unten neu

Schlüsselblech

In die durchgehend aus verchromten Messing hergestellten Schlüsselschilder waren bis Nr. 7500 an den drei Stufen „A“ aufbrudt/unterbrochen, „P“ parkering/parken und „K“ kørsel/fahren eingeschlagen. Diese Kennzeichnung entfiel ab Nr. 7501.

Schalterpositionen

Die Positionen des Schalters sind:

  1. Scheinwerfer und Rücklicht/Seitenwagenleuchte aus
  2. Standlicht und Rücklicht/Seitenwagenleuchte an
  3. Abblendlicht und Rücklicht/Seitenwagenleuchte an
  4. Fernlicht und Rücklicht/Seitenwagenleuchte an

Gehäuse

Das Gehäuse wurde bis Nr. 1550 aus braunem Bakelit ebenso wie das Zündspulengehäuse und der Sicherungshalter hergestellt. Ab Nr. 1551 verwendete man Nokait, einem in Dänemark produzierten Material ähnlich Bakelit. Das Material für die Welle besteht aus Ebonit, einem aus Naturkautschuk und Schwefel hergestellten Hartgummi mit einer eingelassenen Kontaktplatte aus 1,5 mm Messingblech. Der Schlüsseleinsatz ist ebenfalls aus Nokiat/Bakelit hergestellt und ebenfalls mit einer Kontaktplatte aus Messing versehen. Die acht, später neun, Kontaktzungen waren aus 0,5 mm dünnem Bronzeblech gestanzt. Sie entsprechen unverformt den am originalen Kabelbaum verwendeten Kontaktanschlüssen.

Zündschloss bis 7500

Gehäuse bis Nr. 7500

Das Gehäuse bis Nr. 7500 verfügt über keine Ladekontollleuchte, ist aus dickerem Material gegossen und im Gegensatz zur darauf folgenden Version um 180 Grad gedreht eingebaut.



Gehäuse ab Nr. 7501

Zündschloss ab 7501







Zündschloss

Zündschlüssel Das im Gehäuse integrierte Zündschloss schaltet im Uhrzeigersinn rastenlos drei Stufen:

  1. Beleuchtung und Zündung aus
  2. Beleuchtung an, Zündung aus
  3. Beleuchtung an, Zündung an

In den Stufen 1(A) und 2(P) lässt sich der bei allen Nimbus-Modellen einheitliche Schlüssel (9B/7462) abziehen. Diese Schlüssel wurde zu Produktionszeiten aus 2 mm starkem mattvernickeltem Messingblech gestanzt. Heutzutage nachgefertigte Schlüssel gibt es auch in Edelstahlausführung.

Tipps

An einem „tanzenden“ Zündschlüssel im Zündschloss ist meist die fehlende Feder (9B/7780) im Schloss ursächlich. Diese ist konisch und wird mit der Seite des größeren Durchmessers nach unten eingelegt.

Durch Entfernen oder Drehen des die Kontaktfläche des Zündschlosses mit Kontakt 5 verbindenden Federbleches kann der gesamte Fahrlichtbereich einschließlich Hupe bei Problemen mit der Fahrzeugelektrik von der Stromversorgung getrennt werden. Lediglich das Bremslicht ist noch in Funktion. Diese Schaltung kann bei Lichtmaschinenproblemen zum Stromsparen verwendet werden. Im Gegensatz zur Überbrückungsvariante mit einem Kabelende vom Pluspol der Batterie zur Zündspule ist hier noch die Möglichkeit des Abstellen des Motors über den Schlüssel gegeben.

hauptseite/technik/baugruppen/elektrik/lichtschalter.txt · Zuletzt geändert: 17.10.2020 21:27 von Wolfgang Hense

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