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Hupe

Entwicklung

1301 - 2399

Die verbauten Hupen an der Nimbus waren 6V-Ausführungen der Hersteller Rieman, Klaxon und Hella.

2400 - 7500

Riemann-Hupe



Die früher in Chemnitz ansässige Firma Hermann Riemann (Firmengeschichte) lieferte von 1934 - 1947 neben den Hupen auch die bis Nr. 7064 (1946) verbauten Scheinwerfer.



7501 - 9000

Klaxon-Hupe



Der englische Hersteller Klaxon Signals Ltd. aus Oldham lieferte von 1947 bis 1950


9001 - 14015

Hella-Hupe Ab 1950 wurden wieder deutsche Hupen verbaut. Diese lieferte bis zum Produktionsende die Firma Hella .




Montageposition

Klaxon-Hupenhalter

Hella-Hupenhalter

Während die Rieman-Hupe zu Zeiten der alten Gabel mit zwei Schrauben mittig oberhalb des Scheinwerfers am Lenker befestigt wurde, wurde die Klaxon-Hupe mit einem Gusswinkel an der unteren Gabelbrücke befestigt.

Während der Umstellung von der „alten“ auf die „neue“ Gabel wurden die Klaxon-Hupen an der linken oberen Rahmenstrebe zwischen Sattelbefestigung und Schutzblechbefestigung angebracht. Man bediente sich hierbei der nicht mehr benötigten Bohrungen für das Umlenklagerblech der Handschaltung.

Die ab der Einführung der neuen Gabel verwendeten Hella-Hupen wurden mit Hilfe einer flexiblen Blechpackung an der unteren Gabelbrücke befestigt.

Funktionsweise

Die Hupe ist ein gegen Karosseriemasse isoliertes elektromechanisches Bauteil. Daher wird sie, wie bei anderen Fahrzeugen auch, entgegen allen anderen Verbrauchern, nach Einschalten der Zündnung immer mit Spannung versorgt. Der zweite (Masse-)Anschluß wird über den Hupenknopf gegen Masse geschaltet.

Beim Drücken des Hupenknopfes wird der Stromkreis somit geschlossen und eine sich die in der Hupen befindliche Spule unter Strom gesetzt. Zusammen mit dem in der Spule befindlichen Eisenkern bildet diese nun einen Elektromagneten. Dieser Magnet zieht ein auf der Hupenmembran angebrachte Eisenstück an. Das Eisenstück wiederum betätigt einen Doppelkontakt, nach Bauart des in 1836 konstruierten Wagnerschen Hammers, welcher den Stromkreis zur Spule kurz unterbricht. Die Magnetwirkung setzt aus und die Membran nimmt ihre ursprüngliche Position wieder ein. Gleichzeitig wird über den Doppelkontakt der Stromfluß zur Spule wieder herstellt und die Prozedur widerholt sich bis durch Loslassen des Hupenknopfes der Stromfluß endgültig unterbrochen wird. Durch dieses ständige An-Aus-Schalten wird die Membrane in Schwingung gesetzt und hierdurch der Hupton erzeugt. Gegen den auch hierbei, wie beim Unterbrecherkontakt, entstehenden Abrissfunken, der zu Kontaktabbrand führt, wird ein Kondensator eingesetzt (ersatzweise läßt sich dieser auch für den Unterbrecherkontakt nutzen). Mit einer an der Rückwand des Hupengehäuses vorhandenen Schraube wird der Schaltpunkt der Kontakte eingestellt.

Da die Hupe, welche zweckmäßiger Weise immer in Fahrtrichtung eingebaut werden sollte, den Einflüssen jedweden Wetters ausgesetzt ist, korrodiert das Innenleben natürlich im Laufe der Jahre und die Geräuschleistung der Hupe läßt nach. Es gibt zwar mittlerweile einige Nachfertigungen für Oldtimer die jedoch meist nicht mit der Originalblende versehen sind. Ein weiteres Ausschlußkrikerium ist der vernietete Deckel welcher zur damaligen Zeit üblicherweise mit Schlitzschrauben, Kreuzschlitz war hier noch nicht üblich, und Muttern verschraubt war.

Restauration

Da viele Hupen mittlerweile durch Feuchtigkeitseinwirkung und Verschleiß „keinen Ton mehr geben“ und neue Hupen an Originalität vermissen lassen ist gibt es dennoch die Möglichkeit die „alte Hupe“ mit neuer Technik zu versehen. Alle alten Hupen sind so groß das sie nach der Entnahme der alten Spulen genügend Platz haben um eine „neue“ Japan-Rollerhupe in sich aufzunehmen.


Fotos und Umbau: Herman Meijer

hauptseite/technik/baugruppen/elektrik/hupe.txt · Zuletzt geändert: 25.10.2020 20:52 von Wolfgang Hense

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